Histidin

Diese Aminosäure wird gegen die rheumatische Arthritis, Allergien, Geschwüre und Anämie eingesetzt. Histidin ist essenziell für Wachstum und Reparatur des Gewebes mit zuständig. Es ist auch wichtig für die Myelinzellen, welche die Nervenzellen umhüllen und bei der Produktion der roten und weißen Blutkörperchen wichtig sind. Histidin schützt den Organismus, senkt den Blutdruck und hilft bei der Entsorgung von Schwermetallen. Der Sexualtrieb wird angeregt. Histidin ist unter anderem an der Bildung von Proteinen beteiligt und beeinflusst außerdem einige Stoffwechselreaktionen des menschlichen Körpers.

 

Da L-Histidin in nur sehr geringer Menge vom Organismus selbst gebildet werden kann, muss es vorwiegend über die Nahrung aufgenommen werden.

Auch während der Genesung nach einer Krankheit. Und im Alter des Wachstums unterstützt L-Histidin und wird am besten auf nüchternen Magen eingenommen, da in diesem Fall die Verwertbarkeit am größten ist.

Bei einer unausgewogenen Ernährung oder zu viel Stress kann sich ein Mangel bilden, welcher sich in rheumatischer Arthritis beim Erwachsenen äußern kann.

 

Histidin erfüllt im menschlichen Körper zahlreiche lebensnotwendige Funktionen und ist unter anderem an der Wundheilung und der Stärkung des Immunsystems beteiligt!

Gerade unter der Einwirkung von Stress oder bei bestehenden chronischen Erkrankungen bzw. Verletzungen erhöht sich der tägliche Bedarf an L-Histidin und kann meist nur über eine zusätzliche Versorgung mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln gedeckt werden.

 

Auch nach Operationen oder bei Arthritis- und/oder Anämiepatienten steigt der körpereigene Bedarf an Histidin an, sodass über eine geeignete Unterstüzung nachzudenken ist. Besonders für Kinder und Jugendliche kann eine Unterversorgung gravierende Folgen haben, da sie sich noch im Wachstum befinden, welches während eines Mangels empfindlich gestört wird. Weiterhin reguliert L-Histidin die Immunabwehr, allergische Reaktionen und damit einhergehende Entzündungsprozesse, sodass es bei einer nicht ausreichenden Versorgung zu einer erhöhten Infektionsneigung bzw. der Verschlimmerung der Symptome einer Allergie kommen kann.

 

Um diese Folgeerscheinungen zu verhindern, muss täglich auf eine ausgewogene Ernährung mit abwechslungsreicher Kost geachtet werden, wobei vor allem die nachfolgenden Lebensmittel zu einer Deckung des jeweiligen Bedarfs herangezogen werden können. Neben getrockneten Sojabohnen, gelten besonders Hähnchenbrustfilet und Rindfleisch als gute Lieferanten. Auch Weizenkeime und roher Lachs eignen sich gut für die Deckung des täglichen Bedarfs.

 

Zu den wichtigsten Eigenschaften von L-Histidin zählt unter anderem seine Umwandlungsfähigkeit in verschiedene Substanzen wie Histamin, Glutamat und Hämoglobin (Blutfarbstoff). Auf diesem Weg sorgt es auch für eine ausreichende Energieversorgung der menschlichen Zellen und kann über seine hohe Bindungsfähigkeit an Schwermetalle entgiftend für den Körper wirken.

 

Weitere Aufgaben von L-Histidin sind die Regulierung des pH-Wertes im Blut, die Unterstützung der Wundheilung und die Steuerung des Wachstums und der natürlichen Reparaturmechanismen. Ohne es werden Wachstumsprozesse unterbrochen und es kann zu Verzögerungen in der Entwicklung und der Regeneration von Gewebe kommen. Auch ist es bei einem Mangel möglich, dass sich entzündliche Veränderungen der Haut und Schleimhäute bilden und die Wundheilung nach einer Operation oder einem chirurgischen Eingriff verzögert wird.

 

Unter anderem wird Histidin auch für die Bildung der Myelinscheide, welche alle Nervenzellen umgibt und somit vor schädlichen Einwirkungen schützt, benötigt und kann daher präventiv gegen bestimmte degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson eingesetzt werden. Nicht zuletzt kann L-Histidin den Körper vor Strahlenschäden bewahren, indem es entsprechende Moleküle fest an sich bindet und über verschiedene Umwandlungsprozesse eliminiert. Aus diesem Grund kann es vor medizinischen Untersuchungen auf Basis von ionisierender Strahlung in Form entsprechender Präparate eingenommen werden, um den Körper vor direkten und indirekten Strahlenwirkungen zu schützen.

 

Da Histidin entspannend auf die Blutgefäße wirkt, kann es eine bestehende Hypertonie abbauen und auch vor kardiovaskulären Erkrankungen wie Arteriosklerose und Herzinfarkt schützen. Die Forscher wiesen dabei nach, dass die tägliche Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel das Risiko für Herz-Kreislauf-Störungen um bis zu 60, 9 % senken kann.

 

Ein anderes wichtiges Einsatzfeld der Histidin-Supplementierung ist die Behandlung von chronischer Niereninsuffizienz, wie sie besonders bei älteren Personen häufig auftritt. Da niedrige Histidinkonzentrationen im Plasma die Entzündungsaktivität im Körper erhöhen und zu vermehrtem oxidativen Stress führen, wird eine unterstützende Versorgung mit L-Histidin direkt mit einer verringerten Sterblichkeit assoziiert.

 

Des Weiteren stellte sich in neuerer Zeit heraus, dass Histidin in Kombination mit Zink, dessen Aufnahme in den Körper die Aminosäure erheblich erleichtert, effektiv gegen Erkältungen helfen kann.